Karoline Spätzler wurde am 20. März 1866 in Dürrwangen geboren. Über ihr Leben, bevor sie 1936 einen Schlaganfall hatte, ist wenig bekannt. Nach ihrem Schlaganfall war Spätzler nicht mehr in der Lage, sich zu äußern. Es ist nur bekannt, dass sie in Grötzingen lebte und der neuapostolischen Glaubensgemeinschaft angehörte. Sie war mit Karl Spätzler verheiratet. In ihrer Krankenakte ist hinter seinem Namen „geschieden?“ vermerkt.
Am 27. April 1936 wurde sie nach dem Schlaganfall in das Krankenhaus in Karlsruhe eingeliefert. Sie hatte danach demnach eine rechtsseitige Lähmung, Sprachlähmung, war desorientiert und reagierte nicht auf Ansprache. Im Krankenhaus verhielt sie sich zuerst ruhig. Nachdem sie am 8. Mai mehrfach ihr Bett verließ und nicht mehr zurückfand, wurde sie am 14. Mai in die Badische Heil- und Pflegeanstalt Illenau aufgenommen. Dies erfolgte auf der Grundlage von § 5 des Irrenfürsorgegesetzes. Bei ihrer Aufnahmeuntersuchung hatte Spätzler einen stark erhöhten Blutdruck von 205/85 mm Hg.
In den folgenden Tagen lag sie unbeweglich im Bett, war nicht ansprechbar und schlief viel. Am 21. Mai erbrach sie sich mehrmals. Danach wird sie in der Krankenakte als somnolent, also in einem sehr schläfrigen Zustand, beschrieben. Am 22. Mai hatte sie 40 Grad Fieber, einen schwachen Herzschlag und schnappende Atmung. Sie starb im Verlauf des Tages. Ihr Leichnam wurde dem Anatomischen Institut mit der Eingangsnummer 41 des Jahres 1936 in Heidelberg übergeben.
Amon Leven
Quelle:
LABW, StAFB
821/2 2553


